„Bienenweidewert“

Dieser Wert gibt Auskunft über die Menge und Qualität von Nektar und Pollen, die den Bienen durch die Pflanze angeboten wird.
In der Literatur wird meistens mit den Einstufungen von1 (niedrig) bis 4 (hoch) beschrieben.
Neben einem hohen Wert der Pflanzengattung ist aber auch immer die Menge des Pflanzen insgesamt im Einzugsbereich bedeutsam. Es nützt nichts, nur einen guten Apfelbaum mit höchstem Nektarwert am Standort zu haben, wenn im Umkreis 2-3 km nicht weitere Bäume der Art blühend zu finden sind. Die Bienchen können sich dann auch für das zahlennmäßig höher Angebot einer anderen Pflanzenart mit schlechterem Nektarwert entscheiden. Die Bienchen sind diesbezüglich „blütensteht“.  So kann die Trachtbedeutung bestimmter Pflanzen trotz hoher Nektar- und Pollenspende bei geringem Vorkommen niedrig sein, während andererseits Arten bei nur mäßigem Bienenweidewert aber massenhaftem Vorkommen einer relativ hohe Trachtbedeutung erlangen können. 

„Nektarwert“

Zum bestimmen des Bienenweidewerts und der Trachtbedeutung können unterschiedliche Methoden angewendet werden. Auf Grund der verschiedenen Umwelteinflüsse ist vor einer Verallgemeinerung der erzielten Ergebnisse die wiederholte Untersuchung möglichst an verschiedenen Standorten und nach verschiedenen Methoden empfehlenswert. Das trifft besonders für den Nektarwert zu. Die exakteste Methode zum Bestimmen des Bienenweidewerts von Nektarspendern ist die Untersuchung des Blütennektars, der durch Absaugen mit Hilfe von Kapillarröhrchen gewonnen werden kann. Wichtig für die Attraktivität der Pflanzen auf die Bienen ist der prozentuale Zuckergehalt des Nektars, selbstverständlich bedingt durch den Blütenbau auch dessen Erreichbarkeit. Häufig wird die Tagesproduktion einer Blüte nach Menge und Zuckergehalt des Nektars ermittelt und in Zuckerwerten ausgedrückt. Die Blütenzahl je Pflanze und die Pflanzenanzahl je Flächeneinheit, ferner die Blühdauer der einzelnen Blüten sind jedoch artenbedingt sehr unterschiedlich. Deshalb wird häufig auch der theoretische Honigertrag je Hektar errechnet.

„Lückenlos“

sollte die  Tracht sein, wie eine Fließbandtracht!
Eine gute Nektar- oder Honigtautracht ist die Grundlage für gute Honigerträge. Eine ausreichende Pollenversorgung ist für die Erzeugung der Brut und damit für den ständigen Nachschub an jungen Bienen zur Erhaltung leistungsfähiger Bienenvölker unbedingt notwendig. Eine gute und umfangreiche Anpflanzung von Bienenweiden gewährleistet als Entwicklungstracht das heranwachsen starker, ertrags- und bestäubungstüchtiger Bienenvölker und bildet als Massentracht die Grundlage für hohe Honigerträge. Die Bienenweide sollte den Bienenvölkern ununterbrochen zur Verfügung stehen. Da Trachtlücken auch Brutmangel von Bienenvölker zur Folge haben können, ist es von besonderen Interesse nicht nur des Imkers, sondern auch im Intersse des landwirtschaftlichen oder gärtnerischen Anbaubetriebes, wenn dadurch die Leistungsfähigkeit der Bienen als Nektarsammler wie auch als Blütenbestäuber aufrechterhalten bleiben.
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