Kurzbeschreibung:

Die Gewöhnliche Robinie ist eine Pflanzenart aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler aus der Familie der Hülsenfrüchtler .
Die Robinie wird landläufig auch als falsche Akazie bezeichnet. Sie ist jedoch mit den Akazien (Acacia) nicht besonders nah verwandt, die ihrerseits zu einer Unterfamilie der Mimosengewächse gehören. Beide Arten ähneln sich lediglich in der Form der gefiederten Blätter und Dornen, bereits die Blütenformen sind jedoch sehr verschieden. Richtige Akazien gedeihen nur in subtropischen und tropischen Gebieten und kommen hier in der Natur nicht vor.
Pflanzenart:
Blüte:
Blütezeit:
Wuchshöhe:
Wuchsform:
Standort:
Boden:
Verwendung:
Baum mit rundlicher Krone
weiß
Mai – Juni
12 – 20 m
breitbuschig aufrecht, gerne stammbildend
sonnig, halbschattig
anspruchslos
Insektennährgehölz, reiches Angebot an Nektar, Stadtbaum

Vermehrung: 

Durch Aussaat:
Robiniensamen haben eine dicke und harte Schale. Empfehlung:  die Schalen mit Schleifpapier oder einer Feile aufrauen oder anritzen. Dann legen Sie die Samen in ein Gefäß und überbrühen Sie ganz kurz mit heißem Wasser. Das heiße Wasser löst die  „Keimhemmung“. Anschließend kommen die Samen in lauwarmes Wasser und müssen einen Tag lang quellen, bis sie die doppelte Größe erreicht haben. Im nächsten Schritt geben Sie die Samen in Aussaaterde, nur wenige mm tief.
 

Topfen/Vereinzeln:

Die Samen keimen schon nach kurzer Zeit. Sind die  Keimlinge groß genug, so das man sie gut fassen kann, so vereinzelt man in Töpfe und setzt diese nach dem letzten Frost nach draußen. Tipp: Frühzeitig mit einem Stab unterstützt und angebunden, werden die Stämme schön gerade!

Bienenweide und Gartenwert

Die Gewöhnliche Robinie zählt als bedeutende Frühsommertrachtpflanze zu den sogenannten Bienenweidepflanzen. Robinienblüten liefern sehr reichhaltig Nektar mit einem Zuckeranteil. Durchschnittlich lassen sich je Baum und Blühsaison Honigerträge von ungefähr 1 kg erzielen. Die Robinien wirdvon Imkern häufig gezielt als Trachtpflanze angepflanzt. Der Honig, welcher unter der Bezeichnung „Akazienhonig“ verkauft wird, hat eine helle, schwach gelbliche Farbe, ist sehr flüssig und kristallisiert nur sehr langsam im Verlaufe mehrerer Jahre in Form eines Bodensatzes aus.
In bestimmten Gegenden macht die Robinie mehr als die Hälfte der Tracht aus.
Dazu kommt noch in einigen Ländern eine forstwirtschafltich Nutzung des Holzes.

Beste Insekten- und Bienenweide!

durch einen guten Nektarwert! Bienen, Wildbienen, Hummeln und ....

Achtung giftig!

Besonders die Rinde und die Samen-Früchte. Pferde haben schon mit 150gr Rinde eine tödliche Dosis!

Invasive Pflanze!

Unter ungünstigen Umständen kann die Robinie die Biodiversität bestimmter Standorte stören!

Die „besondere Ausbreitungsstrategie“ der Robinien:

Die Gewöhnliche Robinie verbreitet ihre Samen durch den Wind (sogenannte Anemochorie), jedenfalls so lange sie noch in den Hülsen oder Hülsenhälften hängen. Die Ausbreitungsdistanz, die die Samen der Pflanze auf diese Weise überwinden können, ist wegen ihres hohen Gewichts verhältnismäßig gering. Nur selten werden die Samen über eine weitere Strecke als 100 Meter verbreitet. Einzelsamen gehen auch bei Wind nur in der unmittelbaren Umgebung des Mutterbaumes zu Boden.
Diesen Nachteil kompensiert die Robinie über zwei Mechanismen. Die Baumart blüht und fruchtet bereits im sechsten Lebensjahr und ihre Samen sind sehr lange keimfähig. Die Dauer der Keimfähigkeit wird auf bis zu 30 Jahre geschätzt. Zur Keimung benötigen die Pflanzen jedoch sehr viel Sonnenlicht. Diese Eigenschaften bedingen die Pionierfähigkeit der Robinie. Ausgehend von bereits bestehenden Samenbäumen ist die Robinie sehr schnell in der Lage, neue offene Standorte zu bewachsen; die Art neigt sehr stark zum Verwildern.
Die Robinie ist außerdem im Stande, sich durch Wurzelschösslinge vegetativ zu vermehren. Diese auch als „klonales Wachstum“ bezeichnete Verbreitung wird begünstigt, wenn es zu Standortstörungen wie etwa Bränden oder Rodungen kommt. Die Gewöhnliche Robinie reagiert darauf mit einer verstärkten Ausbildung von Wurzelbrut, die letztlich zu einer Verdichtung bereits bestehender Bestände führt; andere Arten werden dadurch verdrängt.
Quelle: Wikipedia
Meine Kulturpflanzen Juni 2018

Mein Standpunkt:


Mal ehrlich! Wer möchte schon einen Akazienhonig vermissen? Ich nicht! Aber darum geht es auch nicht. In der Literatur wird die Robinie als „invasiver  Neophyt“ eingestuft. Zurecht. Heimisch im atlantischen Nordamerika hat die Robinie sich durch diverse US-Bundesstaaten verbreitet. Untersuchungen belegen, das die gewöhnliche Robinie in ihrem heimischen Gebiet der Baum war, der die Waldregeneration nach „katastrophalen Störungen“ (Waldbrände, Kalhschlägen) wieder einleitete.  Diese Gebiete wurden dann 20 oder 30 Jahre von der Robinie dominiert, bis höher werdende Arten (z.B. den Tulpenbaum) die Robinie durch Schattenwurf wieder unterdrückten.
In Deutschland gibt es Gebiete, wo die Robinie seltene Biotoptypen bedroht. das Naturschutzgebiet Mainzer Sand, die Sandhausener Dünen, der Spitzberg bei Tübingen, das Mansfelder Hügelland und der Badberg im Kaiserstuhl sind Beispiele. Hier wird die Artenvielfalt vermindert und die heimische Natur gestört.
Aufgrund ihres harten Holzes, der der schönen Blüte, der Hitze- und Trockenheitstoleranz und des hohen Nektargehaltes gehört die Robinie für mich in das urbane Umfeld, wo wir Kontrolle über die Ausbreitung haben.
 
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